
Fragebogen 4a zum Thema: „Adjektivflexion“
Aufgabe:
Stellen Sie sich bitte vor, Sie hätten folgendes Problem:
Heißt es „Er
grüßte ihn mit breitem fränkischem
Grinsen oder
Er grüßte ihn mit breitem fränkischen
Grinsen“?
In der Dudengrammatik (7. Aufl. von 2005) finden Sie
folgende relevante Textstelle:
Im Dativ Singular wird die starke Endung –em
von Maskulinum und Neutrum öfter durch –en
ersetzt. Auslöser dürfte die phonologische Auffälligkeit der Endung –em
sein. Der Gebrauch ist standardsprachlich nur teilweise anerkannt.
Zuweilen überträgt sich diese Tendenz auch auf das Femininum (Ersatz von
–er durch –en).
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In einer Abfolge mehrerer starker attributiver
Adjektive kann vom zweiten Adjektiv an die Endung –en
stehen (a). Parallelflexion (also überall die Endung –em) wird in der Standardsprache allerdings vorgezogen (b):
(a)
Er verstarb nach [langem
schweren Leiden].
(b)
Er verstarb nach langem
schwerem Leiden].
(a)
Das ist eine Truhe aus [hartem dunkelbraunen
tropischen Holz].
(b)
Das ist eine Truhe aus [hartem dunkelbraunem
tropischem Holz].
(S. 974 § 1528)

